Mutter/Vater-Kind Betreuung (MuKi)

Mütter/Väter sind häufig sehr belastet durch die Sorge um ein kleines Kind. So geht es auch den Klienten/Klientinnen der MuKi. Auf Grund ihrer besonderen Belastung durch ihren Status als minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, ihres Alters und ihrer unsicheren Zukunftsperspektive geraten sie immer wieder in krisenhafte Situationen.

Im Rahmen des Mobil Betreuten Wohnens bietet die Einrichtung ein Angebot für Mütter und Väter mit einem oder mehreren Kindern an. Die jungen Mütter/Väter werden in ihren altersentsprechenden, kulturellen und bildungsrelevanten Bedürfnissen ernst genommen und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Im Zentrum der pädagogischen Arbeit steht der Aufbau einer stabilen Mutter/Vater–Kind Beziehung. Die Bezugspersonen verstehen sich sowohl als Kooperationspartner/innen als auch als Konfrontationspartner/innen unter Berücksichtigung der Persönlichkeit und des Entwicklungsstandes der jungen Mütter und Väter. Krisenintervention stellt im Rahmen der Mutter/Vater–Kind Einheit ein besonderes Angebot dar.

In krisenhaften Situationen können sich die Klienten/Klientinnen jeder Zeit an das Haus wenden, in dem zu jedem Zeitpunkt Mitarbeiter/innen für sie da sind. Auch können die Mütter/Väter gemeinsam mit ihren Kindern zur vorübergehenden Krisenintervention für ein bis zwei Nächte oder ein Wochenende in der Einrichtung, Haus Bergmannstraße übernachten. Von dort aus werden sie dann entweder durch die Mitarbeiter/innen behutsam zurück in ihre Wohnung begleitet oder es wird mit ihnen eine Überleitung in eine Klinik vorbereitet und durchgeführt.

Das Leitziel der MuKi ist: die Mutter/der Vater soll dazu befähigt werden, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben mit ihrem/seinem Kind in der Gesellschaft zu führen.

Gesetzliche Grundlage
§§ 35, 36, 41 SGB VIII

Wir bieten Unterstützung bei

Qualifiziertes Fachpersonal

  • bei Konflikten zwischen den Familienmitgliedern
  • zur Entwicklung von alternativen Handlungsmustern für Krisensituationen
  • zur Stärkung der Erziehungskompetenz
  • bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern oder Jugendlichen
  • Langfristige Begleitung zur Stabilisierung der Lebenssituation
  • beim Umgang mit Behörden
  • bei der Gesundheitsfürsorge
  • zur Entwicklung von Alltagsstrukturen
  • bei der Vermittlung in andere Institutionen und Hilfsangebote, z.B. Diagnose- und Förderprogramme, Sport- und Freizeitangebote, Schulen u v m.

Unsere Mitarbeiter/innen haben Hochschul- oder Fachhochschulabschlüsse aus dem pädagogischen Bereich und unterschiedlichste Zusatzqualifikationen. Wir legen sehr viel Wert auf kollegialen Austausch in Teambesprechungen, Supervisionen, inhaltlichen Arbeitsgruppen und Supervisionen.

Wahrnehmung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung gemäß §8a SGB VIII:
Unsere Mitarbeiter/innen nehmen sowohl an internen als auch an den vom Jugendamt der Stadt Dortmund angebotenen Schulungsveranstaltungen teil.