Stationäre Einrichtung Haus Bergmannstraße

ConSol Dortmund gGmbH hat 2009 gern die Verpflichtung übernommen, ein stationäres Angebot für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufzubauen. Traumatisierungen, ungeklärter Aufenthaltsstatus, drohende Abschiebung, Trauer, Verlust, Drogen und Einsamkeit – das sind belastende Themen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit im Gepäck haben, wenn sie in Deutschland ankommen.

Um diesen Jugendlichen Schutz und Betreuung zu bieten, hat ConSol Dortmund gGmbH im Rahmen der stationären Jugendhilfe Angebote entwickelt. Mit Haus Bergmannstraße bieten wir seit Dezember 2009 diesen jungen Menschen in ihrer besonderen Notlage einen geschützten Rahmen, in dem sie nach langer Zeit des Ungewissen und der Bedrohung wieder täglich Essen bekommen, sicher schlafen, in die Schule gehen und ein Stück Kindheit nachholen können.

In den zwei Wohngruppen im Haus Bergmannstraße bieten wir den jungen Menschen Unterstützung

  • bei der Entwicklung sozialer Kompetenzen wie Kommunikation, Konfliktlösung, Beziehungsgestaltung
  • bei der Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse unter anderem durch Vermittlung an externe Therapeuten
  • bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung
  • beim Erlernen der deutschen Sprache und der Entwicklung einer schulischen und beruflichen Perspektive
  • bei der Regelung der Aufenthaltsformalitäten / Klärung des Aufenthaltsstatus
  • beim Aufbau von Kontakten zu Gleichaltrigen und Landsleuten
  • bei der Entwicklung einer individuellen Lebensplanung / Selbstständigkeit
  • bei der Freizeitgestaltung
Für ältere Jugendliche und junge Erwachsene bieten wir in den Bereichen Mobile Betreuung (MOB), Mutter/Vater-Kind Betreuung (MuKi) und Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (INSPE) zusätzlich individuelle Hilfe und Unterstützung bei

  • der Bewältigung ihrer schwierigen persönlichen Situation auf Grund ihrer traumatisierenden Erfahrungen und
  • der Entwicklung ihrer Persönlichkeit bzw.
  • im Umgang mit den mit der Traumatisierung verbundenen Persönlichkeitsdefiziten
  • Ämter- und Behördenangelegenheiten
  • der Organisation und Strukturierung des Alltages / Haushaltsführung
  • dem Umgang mit Geld und finanziellen Angelegenheiten
  • Arbeitsaufnahme, Praktika etc.
  • Umgang mit dem Kind