Mutter/Vater-Kind Betreuung (ambulanter Bereich)

Immer wieder erleben wir es in der ambulanten Arbeit, dass eine ambulante Unterstützung bei Müttern mit Säuglingen – und nicht selten bereits in der Schwangerschaft – nicht ausreicht. Gerade junge Frauen aus Multiproblemfamilien, Mütter mit einer psychischen Beeinträchtigung oder Frauen, deren erste Kinder bereits fremd untergebracht werden mussten, benötigen eine intensivere Betreuung, die sowohl die Abend und Nachtstunden als auch die Wochenenden und Feiertage abdeckt. Grundsätzlich kann diese Problemkonstellation auch für junge Väter nach der Geburt eines Kindes eintreten.

Für diese Eltern halten wir ein passgenaues Angebot durch die MuKi vor. Wir bieten ein stationäres Angebot in einer von ConSol angemieteten Wohnung für Mütter/Väter mit einem oder mehreren Kindern. Das Leitziel ist: die Mutter/der Vater soll dazu befähigt werden, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben mit ihrem/seinem Kind in der Gesellschaft zu führen. Die jungen Mütter/Väter werden in ihren jeweiligen altersentsprechenden Bedürfnissen ernst genommen und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Im Zentrum der pädagogischen Arbeit steht der Aufbau einer stabilen Mutter/Vater–Kind Beziehung.

Die Bezugspersonen verstehen sich sowohl als Kooperationspartner/innen als auch als Konfrontationspartner/innen unter Berücksichtigung der Persönlichkeit und des Entwicklungsstandes der Mütter und Väter.

Krisenintervention stellt im Rahmen der Mutter/Vater–Kind Einheit ein besonderes Angebot dar. Mütter/Väter sind häufig sehr belastet durch die Sorge um ein kleines Kind. So geht es auch den Klienten/Klientinnen der MuKi. Auf Grund ihres Alters und einer diffusen Zukunftsperspektive geraten sie immer wieder in krisenhafte Situationen.

In solchen Situationen können sich die Klienten/Klientinnen jeder Zeit an die stationäre Einrichtung, Haus Bergmannstraße, wenden, in dem zu jedem Zeitpunkt Mitarbeiter/innen für sie da sind. Auch können die Mütter/Väter gemeinsam mit ihren Kindern zur vorübergehenden Krisenintervention für ein bis zwei Nächte oder ein Wochenende im Haus übernachten. Von da aus werden sie dann entweder durch die Mitarbeiter/innen behutsam zurück in ihre Wohnung begleitet oder es wird mit ihnen eine Überleitung in eine Klinik vorbereitet und durchgeführt.